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Hintergründe

Therapeutic Touch – die moderne Version uralter Heiltradition in der westlichen Schulmedizin

                                                                           

Nicht müde werden
sondern dem Wunder
leise
wie einem Vogel
die Hand hinhalten.

(von Hilde Domin)

 

Therapeutic Touch ist eine Behandlungsmethode der energetischen Heilarbeit. Es basiert auf dem weltweit in vielen Traditionen angewendeten Handauflegen und Kenntnissen energetischer Konzepte östlicher Tradition. TT wird sowohl kombiniert mit anderen therapeutischen Methoden und Pflegemaßnahmen angewendet als auch als eigenständiges Element in der Heilbehandlung.

 

Therapeutic Touch und schulmedizinischer Alltag

Auf Therapeutic Touch wurde ich durch mein Anliegen aufmerksam die geistig-spirituellen, energetischen Heilweisen tiefer im alltäglichen gesellschaftlichen Bewusstsein zu ankern um hier das Verständnis für Heilung durch den Geist zu vertiefen.   

Mit großem Interesse verfolge ich daher, dass es in Deutschland Kliniken und Arztpraxen gibt, die einige geistige Heilweisen in die medizinische Behandlung ihrer Patienten einbeziehen. Im Zuge meiner Recherchen entdeckte ich dann im letzten Jahr unter den begleitenden Therapien einiger Kliniken ein Angebot, welches den Rahmen der Leistungen um eine „moderne“ Version traditioneller Heilweisen erweitert: Therapeutic Touch.

Hier in Berlin arbeiten die beiden Krankenhäuser St. Joseph und St. Gertrauden seit einigen Jahren erfolgreich mit TT. Patient/innen dieser Kliniken können neben den klassischen medizinischen Therapien auch diese Form der Heilbehandlung für sich in Anspruch nehmen. In den USA wird Therapeutic Touch im zweitgrößten Krankenhaus, dem Presbyterian Hospital in New York, „als eine Behandlungsmethode der Komplementärmedizin angeboten um Angst- und Stressminderung vor Operationen zu erreichen, postoperative Schmerzen zu lindern und Wundheilungsprozesse zu beschleunigen.“ (Wie heilt der Geist? Von  Dachverband Geistiges Heilen)

Therapeutic Touch ist in mehreren hundert wissenschaftlichen Studien, Magister- und Diplomarbeiten und Dissertationen von unabhängigen Wissenschaftlern/innen erforscht worden und viele Publikationen aus Pflege und Medizin berichten über den positiven Einfluss von TT. Auch wurde TT vom National Institute Of Health (USA) in die Auswahl derjenigen Projekte aufgenommen, die finanziert werden um alternative Heilmethoden zu erforschen.

In über 40 jähriger klinischer Erfahrung haben Studien ergeben, dass, wenn Therapeutic Touch als begleitende Therapie hinzugezogen wird, zuverlässig mindestens eine der folgenden Heilreaktionen erfolgt:

 „ - Entspannungsreaktion in 2-4 Minuten,

   - Reduzierung von Anspannung,

   - Normalisierung der Immunfunktion,

   - Veränderung der Wahrnehmung von Schmerz und

   - beschleunigte Wundheilung und Knochenwachstum.

Darüber hinaus hat man festgestellt, dass Therapeutic Touch beim Patienten/in

   - vor einer Operation Stress reduziert,

   - die Menge der benötigten Medikamente verringert,

   - die Zeit der Rekonvaleszenz verkürzt und

   - Komplikationen weniger häufig auftreten.“

(zitiert aus „Die Kraft der heilenden Berührung – Therapeutic Touch in der Palliativpflege“, Heike Rahn – Qualified Therapeutic Touch Teacher)

Im Laufe der letzten Jahre sind zahlreiche Publikationen erschienen, die Erkenntnisse der modernen Wissenschaften der Psycho-Neuro-Immunologie, der Neuro-Psychologie, der Placebo- oder Nocebo-Forschung und der Epigenetik zusammentragen und nicht-schulmedizinische Heilweisen dokumentieren. Ich möchte an dieser Stelle eine Empfehlung für den Film „Das Geheimnis der Heilung – Wie altes Wissen die Medizin verändert“ von Joachim Faulstich aussprechen, der sich seinem Thema auf informative Weise widmet und u. a. Therapeutic Touch im St. Gertrauden–Krankenhaus, Berlin, sowie schamanische Heilweisen (in Ausschnitten) dokumentiert (online kostenfrei noch bis 10.06.2015 in der ARD-Mediathek zu sehen).

 

Die spannende Entwicklung von Therapeutic Touch

An der Universität in Montreal, Kanada, führte Prof. Dr. Bernard Grad in der 1960er Jahren Studien über das Heilen durch Handauflegen durch. Er wollte untersuchen, ob sich die schweren und komplexen Krankheiten von Patienten/innen, die von der Schulmedizin als austherapiert galten, durch das Handauflegen positiv beeinflussen ließen. Prof. Dr. Grad arbeitete hierfür mit dem professionellen Heiler Oskar Estebany zusammen. Es wurde festgestellt, dass es den Menschen nach den Heilbehandlungen besser ging als vorher. Die Entwicklung von Therapeutic Touch nahm ihren Anfang als Dr. Dolores Krieger (Krankenschwester und zu der Zeit Dozentin für Pflegewissenschaften an der New York University) von diesen Studien erfuhr.

Dolores Krieger, die sich schon länger mit der Thematik des Heilens durch Handauflegen beschäftigte, und eine Bekannte von ihr, Dora Kunz, hellsichtige Heilerin, luden Oskar Estenbany ein um mit ihm ein Experiment unter ärztlicher Begleitung durchzuführen. Dazu wurden 28 Patienten/innen, die eine medizinische Diagnose hatten, in zwei Gruppen eingeteilt und Oskar Estebany legte bei einer Gruppe die Hände auf. Jeweils vor und nach der Behandlung wurde den Patienten Blut abgenommen und auf den Hämoglobingehalt hin untersucht. Der Kontrollgruppe wurde lediglich in regelmäßigen Abständen Blut abgenommen.

Dr. Kriegers Vermutung, dass der Hämoglobingehalt höher und damit die Sauerstoffversorgung der behandelten Gruppe besser seien, wurde in dieser Studie bestätigt. Die Wahrscheinlichkeit eines „zufälligen“ Anstiegs liegt bei 1:1000.

Diese Ergebnisse bestätigten Dolores Kriegers Ansicht, dass es durch das Handauflegen zu eindeutigen Veränderungen im menschlichen Organismus kommt.

Dr. Dolores Krieger und Dora Kunz bündelten daraufhin ihre Erkenntnisse alter Heiltraditionen in einer Form, welche unterschiedliche Phasen der energetischen Heilung in klar definierten Schritten zusammenfasst, aus allem religiösen Kontext heraus genommen ist und gut in den Alltag einer Klinik, der Pflege oder in die ambulante Heilpraxis integriert werden kann.

 

Die Behandlung mit Therapeutic Touch in meiner Heilpraxis

Während der TT-Behandlung kann der Klient/die Klientin sitzen oder liegen. Ich kann ihn/sie sowohl durch den Kontakt meiner Hände auf dem bekleideten Körper als auch lediglich im Energiefeld behandeln. Das wird bedeutsam, wenn der Heilungssuchende nicht direkt berührt werden möchte oder dies aus anderen Gründen nicht möglich ist. Meistens wird jedoch die direkte körperliche Berührung vorgezogen, da diese als sehr wohltuend empfunden wird.

Nachdem ich mich zentriert – also meine Intention auf die Heilbehandlung ausgerichtet habe – überprüfe ich das Energiefeld des Menschen mittels meiner Hände auf ein mögliches Ungleichgewicht.

Nun folgen Ausstreichungen und sanfte Berührungen des Körpers und/oder des Energiefeldes. Durch Modulieren der Lebensenergie aktiviere ich die energetischen Prozesse im Körper, löse Energiestauungen auf und balanciere das energetische Fließgleichgewicht aus. Das gesamte Energiesystem wird auf diese Weise ausgeglichen und harmonisiert. Die energetische Integrität im Menschen stellt sich wieder her, wodurch seine Selbstheilungskräfte aktiviert werden und Heilung unterstützt wird.

Überaus heilsam entfaltet Therapeutic Touch seine Wirkung in einer wiederholten regelmäßigen Behandlung. Auf der anderen Seite hat meine Erfahrung mit TT auch gezeigt, dass ein Heilimpuls durch eine einmalige Behandlung initiiert werden kann. Es ist individuell zu besprechen und zu klären, welches Vorgehen stimmig ist und hängt u. a. von der Art der Erkrankung bzw. des Leidens ab (z. B., ob ein chronisches Leiden vorliegt).

Auch die Dauer einer Behandlung wird individuell besprochen. Einschließlich eines ausführlichen Gespräches sind 45 bis 60 Minuten empfehlenswert, als weiterführende Behandlung sind mindestens 30 minütige Termine angebracht. Ist ein Mensch sehr geschwächt, sind kürzere Termine und dafür häufigere Behandlungen von Vorteil.

Es kann in der Behandlung sinnvoll werden, TT durch weitere Heilmethoden zu ergänzen, wenn der Klient/die Klientin dies wünscht. Ich erinnere mich hier an eine Klientin, die aufgrund einer Brustkrebserkrankung TT als ganzheitlich begleitende Behandlung gewählt hat und diese um eine heilsame Tantra Massage ergänzen wollte. Die Tantra Massage passte zu diesem Zeitpunkt zu ihren Lebensthemen – ihren Sehnsüchten und Wünschen – mit denen sie sich auseinandersetzte und sie akzentuierte auf diese Weise die weiteren Schritte, die sie zu gehen beabsichtigte.

 

Hintergrund zu geistig-spirituellen, energetischen Heilweisen

Seit langem ist bekannt, dass Lebewesen beseelte, komplexe natürliche Energiefelder sind und in einem fortwährendem Austausch mit anderen Lebewesen stehen. Menschen, Tiere und Pflanzen, unsere Erde und jede der vielfältigen Erscheinungsformen im Universum – alles besitzt ein eigenes Energiefeld und alles ist in einem kollektiven Bewusstseinsfeld miteinander verbunden. Die Quantenphysik, die Biophysik und die Biophotonenforschung haben die Grundlagen dieses uralten und weltweit existenten Wissens ausführlich untersucht und belegt.

Davon ausgehend hat jeder Mensch die natürliche Fähigkeit, auf sein Umfeld geistig mittels bewusster Intention einzuwirken um Heilungsprozesse anzuregen. Dies kann u. a. durch den mit Liebe und Mitgefühl aufgeladenen  Gedanken, imaginierter heilender innerer Bilder, das Heilgebet und das Segnen, Meditation und Kontemplation geschehen. Im Therapeutic Touch wird nun die bewusste Intention mit dem Auflegen der Hände am Körper und/oder im Energiefeld kombiniert.

TT basiert, wie alle geistigen Heilweisen, auf einem ganzheitlichen Welt- und Menschenbild und erkennt ein Krankheitsgeschehen oder eine Störung des Wohlbefindens nicht als losgelöste eigenständige Fehlfunktion, sondern als ein Ungleichgewicht der natürlichen Lebensenergie. In diesem Verständnis zeigt sich der Energiefluss des individuellen Regulationssystems beeinträchtigt, was sich in Energiestauung und/oder in Energiemangel im Organismus bemerkbar macht. Der Mensch (das Tier, die Pflanze, …) wird in seiner gesamten Körper-Geist-Seele-Dimension behandelt und in seinem ureigenen Lebensausdruck wahrgenommen.

Geistiges Heilen kann nun den Fluss der Lebensenergie (re)aktivieren, leiten und wandeln um ihn auf diese Weise (wieder) zu harmonisieren. Dies stimuliert die Selbstheilungskräfte des Organismus, so dass Genesung und Heilung unterstützt und gefördert werden. Heilung bedeutet hier „Ganz-Werdung, die Integration dessen, was fehlt zur Ganzheit des Bewusstseins. (…) Letztendlich ist Heilung die Erfahrung von Ganz-Sein statt von Ganz-Werdung, denn auf der göttlichen seelischen Ebene – der Ebene des grenzenlosen Bewusstseins – sind wir schon immer heil und ganz.“ (Psychotherapie im Raum der Göttin. Von Gertrude R. Croissier) Diese Haltung ermutigt und unterstützt den Menschen, eigenverantwortlich an seinem Heilungsprozess mitzuwirken.

Menschen, die als Heilerin/Heiler tätig werden, beschreiben sich selbst als Werkzeug oder als Kanal für die universelle Energie – die universelle, göttliche Schöpferkraft. Um die natürliche Fähigkeit nutzen zu können und das eigene Potential zu entfalten, in anderen Menschen deren Selbstheilungskräfte anzuregen, ist es nicht mit dem Erlernen einer Methode des geistig-spirituellen oder energetischen Heilens getan. Die Voraussetzung mitwirkend an der Heilung von anderen tätig zu sein, ist der eigene, bewusst gegangene, Lebensweg. Um ein „gutes Werkzeug, ein freier Kanal“, zu sein und seine Intention heilsam auszurichten, bedarf es der Fähigkeit das eigene Ego, auch das eigene Gesundmachen-Wollen, beiseite zu stellen. Es braucht kraftvolle innere Ausrichtung und die Fähigkeit, diese über die Dauer der Heilbehandlung zu halten um die Heilungsenergie frei fließen zu lassen.

In meiner Heiltätigkeit erlebe ich es so, dass ich intuitiv erfasse, was es in dem Moment braucht und „lasse es durch mich tun“. Zu Beginn einer Heilarbeit binde ich mein Gegenüber und mich über das Gebet in die spirituellen Kräfte ein, mit denen ich wirke – oder zutreffender: in die Kräfte, die durch mich wirken. Die Heilarbeit geschieht dann aus der Heilungsgegenwart der spirituellen, göttlichen Energie herausund ist somit in der kosmischen Ordnung.

 

 Für wen ist Therapeutic Touch geeignet? 

In meiner Heilpraxis behandle ich mit Therapeutic Touch Menschen, die eine ganzheitliche Begleitung für ihren Heilungsprozess suchen.

Menschen, die sich durch Krankheitsgeschehen belastet und in ihrer Lebensqualität eingeschränkt fühlen und chronisch kranke Menschen erfahren durch Therapeutic Touch heilsame Unterstützung für Seele und Körper. Auch lassen sich mit  TT Menschen sehr behutsam behandeln, die aufgrund einer Erkrankung geschwächt sind und die sich in herausfordernden medizinischen Therapien befinden, wie z. B. einer Chemotherapie oder einer Therapie durch Bestrahlung.

Therapeutic Touch stärkt die Selbstwirksamkeit und Resilienz, so dass Klienten/innen gelassener, weil angstfreier mit ihrer Situation umgehen können. Infolge dessen kann es ihnen gelingen, ihren Blick über ihre Belastungen hinaus zu öffnen für heilende Ressourcen, die sie selbst in sich tragen.

 

März 2015   Johanne Göttertz

Heilpraxis ****Magie der heilsamen Berührung****

www.therapeutic-touch-berlin.de

 

(Herzlichen Dank an Heike Rahn, Qualified Therapeutic Touch Teacher, für die Informationen zur Entwicklungsgeschichte von TT.)

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